Das historische Klassenzimmer

Für Schulklassen, die unser Museum besuchen, steht der Aufenthalt in unserem historischen Klassenzimmer im Mittelpunkt der erlebnishaften Begegnung mit der Schulvergangenheit. Die dort eingesetzten Schulmöbel sowie die präsentierten Lehr- und Unterrichtsmittel verleihen diesem Raum den Charakter eines Klassenzimmers aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg.

historische Klassenzimmer

Die Mehrzahl unserer Schulbänke besteht aus Rettig-Schulbänken. Aus einem alten Bestandsverzeichnis geht hervor, dass die Vereinigten Schulmöbelfabriken G.m.b.H. zu Stuttgart, München und Tauberbischofsheim in der Zeit vom 15. Mai 1898 bis 31. Dezember 1912 an die Stadt Bayreuth 2240 Rettig-Schulbänke lieferten. Gewiss waren auch die Zimmer der Graserschule damit ausgestattet.

Ein Glanzstück dieses Klassenzimmers ist die „Patent-Doppel-Schultafel“ vom System Wirth, benannt nach dem Creußener Tüftler und Erfinder Wirth. Diese Wandtafel hatte die oben benannte Firma seit 1913 im Angebot.

historische Klassenzimmer

Wenn wir beim Klassenbesuch „Schule spielen“ im Stil der alten Zeit, so spielt dabei ein Schulwandbild-Klassiker eine wichtige Rolle: „Der Sperling und das Pferd“. Dann kommen die Rituale der alten Schule zur Anwendung: Aufzeigen, Aufstehen, Sprechen im Chor, Schulstrafen... - Geschichte zum Anfassen. Wir meinen, dass dies bei Schulkindern in der Regel einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Und die Damen und Herren, die die alten Schulbänke wieder sehen, denken zumeist mit gemischten Gefühlen daran, wie’s damals war!

Danksagung

Bei der Errichtung des historischen Klassenzimmers fielen in großem Umfang Umbauarbeiten an: Der durch Spanplatten verdeckte Fußboden musste freigelegt werden, das Podium für Tafel und Lehrerpult musste nach den Originalmaßen neu erstellt werden und vieles mehr. Persönlicher Dank für ihren unermüdlichen Einsatz gebührt Herrn Lothar Berger, Herrn Peter Wolf und Herrn Schulhausmeister Andreas Kreyßig.

Unser herzlicher Dank gilt Herrn Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz, der unserem Museumsprojekt von Anfang an mit großem Verständnis begegnete und ihm in vielfältiger Weise äußerst förderliche Unterstützung angedeihen ließ.


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